von M. Metzler
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13. März 2025
Am 12. März war es endlich so weit: Die erste Kleiderbörse der IGS Gerhard Ertl öffnete ihre Türen in der Pausenhalle. Organisiert vom Ökologiekurs der Stufe 8 unter der Leitung von Frau Klinger, sorgte dieses Projekt bereits im Vorfeld für Aufmerksamkeit. Seit einigen Wochen steht die Sammelbox für gut erhaltene Kleidung, die von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften befüllt werden kann, im Foyer der Schule. Sie musste bereits viermal geleert werden – ein klares Zeichen für das große Interesse an nachhaltigem Konsum. Die Idee hinter der Kleiderbörse ist ebenso simpel wie wirkungsvoll: Anstatt neue Kleidung zu kaufen, konnten alle Interessierten am Mittwochnachmittag kostenfrei nach gut erhaltenen Stücken stöbern und sich neue Lieblingskleidungsstücke sichern. Ein Konzept, das nicht nur den Geldbeutel schont, sondern auch die Umwelt entlastet. Kleidung, die keine neue Besitzerin oder keinen neuen Besitzer fand, wurde jedoch keinesfalls entsorgt: 100% Baumwollstoffe werden an die “Kinderkrebshilfe Mainz e.V.” gespendet, wo sie zur Herstellung von Mützen für krebskranke Kinder genutzt werden. Die Kleiderbörse war ein voller Erfolg und lockte viele Besucher an. Das Event wird daher jeden letzten Mittwoch im Monat wiederholt. Dabei wird das Projekt nicht nur von der Schulgemeinschaft begeistert angenommen, sondern hat auch eine wertvolle pädagogische Komponente. Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind hier nicht nur theoretische Begriffe, sondern werden durch eigenes Handeln erfahrbar gemacht. Die Schülerinnen und Schüler haben nicht nur gelernt, dass Kleidung ein wertvolles Gut ist, sondern auch, dass sie selbst aktiv zur Ressourcenschonung beitragen können. Darüber hinaus ist die Kleiderbörse sinnvoller Baustein des Ökologie-Unterrichts: Die Dokumentation des Projekts dient im Wahlpflichtfach als Ersatz für eine Klassenarbeit. So wird praxisorientiertes Lernen mit gesellschaftlicher Verantwortung verknüpft. Und bereits im Vorfeld steckten die Schülerinnen und Schüler viel Arbeit in das Gelingen ihrer eigens entwickelten Idee. So musste beispielsweise erst einmal eine passende Kleiderbox beschafft werden - schließlich fand man beim hiesigen Entsorgerbetrieb KAW Unterstützung, der dankenswerter Weise eine passende Sammelbox spendete. Unterstützt wurde der Kurs am Mittwoch außerdem mit Snacks von den ESO-Schülerinnen und -Schülern und ihrer Lehrerin Frau Auerbach. Ein großes Lob geht an die engagierten Jugendlichen und ihre Lehrerin Frau Klinger, die mit ihrer Initiative gezeigt haben, dass Umweltbewusstsein und soziale Verantwortung bereits im Schulalltag einen festen Platz haben können. Die IGS Gerhard Ertl setzt damit ein starkes Zeichen für nachhaltiges Handeln – ein Vorbild, das hoffentlich viele Nachahmer findet!