Projekttag bei der BASF in Ludwigshafen

Klasse 9

Anfang November wurde der Tutorentag der 9. Jahrgangsstufe mit freundlicher, aber vor allen Dingen kräftiger Unterstützung des Fördervereins unter das Motto „Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Naturwissenschaften“ gestellt. Ein Ausflug zu dem noch immer größten zusammenhängenden chemischen Firmengelände der Welt, nämlich der BASF in Ludwigshafen, wurde unternommen.

Erstmalig wurde an der IGS Gerhard Ertl ein Tag, der eigentlich Klassenlehrern mit ihren Klassen vorbehalten ist, von naturwissenschaftlichen Lehrern organisiert, um die Verknüpfung des naturwissenschaftlichen Schwerpunktes zu stärken. In diesem Fall war der kreative Kopf Herr Wenzel, der durch den Physik- und Chemieunterricht auf der Suche nach praktischen Anwendung der Lehrinhalte war, und mit Herrn Suarez von der BASF einen außerschulischen Mitstreiter fand, um dieses Projekt ins Leben zu rufen. Organisatorisch unterstützt wurden die Beiden durch die Kollegen Herr Renker und Frau Arndt. In praktischer Umsetzung waren Frau Metzler, Frau Lorenz, Frau Bieler-Ness, Frau Kunz und Herr Jung zur Stelle, indem sie die Fahrt begleiteten.

Der Tag war für die Schülerinnen und Schüler durchaus „vollgepackt“. Auf der Fahrt zur BASF bekam jeder Teilnehmer eine Mappe mit Informationsmaterial, sowie ein Quiz, dass es galt im Verlaufe des Tages zu lösen.
Vor den Toren der BASF angekommen, fuhr ein Teil der Gruppe mit Herrn Suarez zum „Basislager“ der Radiometrischen Messungsstation, um dort die praktische Anwendung dieser Messmethode zu sehen, welche sie im Physikunterricht schon kennengelernt hatten. Die Schüler konnten Herrn Suarez mit ihren Fragen löchern und bekamen einen kleinen Eindruck, wie das Arbeitsleben eines Naturwissenschaftlers aussehen kann.
Ein anderer Teil „stürmte“ das Besucherzentrum der BASF, um sich über die Themen Entwicklung und Innovation chemischer Produkte für den Alltag zu informieren. Die Präsentationen wurden an den Chemieunterricht gekoppelt und dort thematisch aufgegriffen und vertieft. Sicherlich machte das selbstständige Testen einer Knallgas-Rakete mit das größte Vergnügen (auch den Lehrern). Im Besucherzentrum kam allerdings auch das Fach Gesellschaftslehre auf seine Kosten, denn immerhin ist die Geschichte der Badischen Anilin- und Sodafabrik ein gutes Beispiel für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel Deutschlands seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. All diese Themen wurden in freundlichen Führungen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Besucherzentrum unterstützt. Des Weiteren wurde eine Fahrt durch das fast 10 km lange Werksgelände gemacht. Dort bekamen die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die großtechnischen Anlagen eines chemischen Betriebes und der notwendigen Logistik eines Weltkonzerns. Hier waren sicherlich die selbstfahrenden Containerwagen ein Highlight.

Allgemein wurde der Tag sehr positiv aufgenommen und im Übrigen besonders von der Oberstufe neidisch betrachtet. Folgerichtig gibt es Überlegungen, die naturwissenschaftlichen Kurse in absehbarer Zeit ebenfalls in den Genuss eines Tages der BASF gelangen zu lassen.

Wir danken an dieser Stelle ausdrücklich allen Mitwirkenden im inner- und außerschulischen Bereich, die uns diese beeindruckenden BASF-Tage ermöglicht haben!

Hier können Sie ein Video zum Knallgasversuch ansehen. Darüber hinaus haben wir noch ein paar Bilder vom letzten Besuch in Ludwigshafen angefügt.