Vom Wert religiöser Traditionen - Schüler besuchen Studientag der Theologischen Fakultäten

Lilli Freund und Christian Ufelmann (beide MSS 11) wollten es genau wissen: In ihrem Grundkurs Religion bei Frau Hobstetter hatten sie sich intensiv über das Thema „Ersatzreligion“ ausgetauscht. Weltliche Sinnangebote nehmen zu, trotzdem genügen sie vielen Menschen heute nicht mehr. Die beiden erhofften sich Neues und Interessantes zu diesem Thema vom Studientag der theologischen Fakultäten der Universität Mainz am 15. Mai.

„Im Hauptvortrag des Tages, der von Professor Rudolf Englert gehalten wurde, wurde dieses Problemfeld auch angesprochen. Deshalb hat uns dieser Vortrag besonders gut gefallen, da wir dazu aus unserem Kurs Vorkenntnisse hatten und den Vortrag gut verfolgen konnten“, betonten beide. Ein zentrales Element des Vortrages war dazu die Frage nach dem Wert religiöser Traditionen. Wir leben zwar in einer säkularen Welt, doch religiöse Traditionen haben immer noch ihre Bedeutung. Weltweit gesehen begreifen sogar immer mehr Menschen Religion als etwas, was das ganze Leben strikt regelt. Von diesem Vortrag inspiriert, besuchten beide anschließend noch das Seminar „Sinn und Unsinn religiöser Traditionen“, in dem es unter anderem darum ging, ob Verhaltensregeln aus dem Alten und Neuen Testament- zum Beispiel die 10 Gebote - noch zeitgemäß und umsetzbar sind.

„Die Teilnehmer des Seminars waren offensichtlich alle Theologen mit fundierten Kenntnissen, trotzdem war die Diskussion sehr offen und ermöglichte deshalb allen, sich daran zu beteiligen“, bemerkte Lilli Freund beeindruckt. Und Christian fasste zusammen: „Wenn man vorhat Theologie zu studieren, lohnt es sich unbedingt, bei einer solchen Veranstaltung einmal hineinzuschnuppern und theologische Diskussionen zu verfolgen.“