Verbraucherschule Silber – Hohe Auszeichnung für IGS Gerhard Ertl

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir – bei diesem bekannten Satz denken die meisten sicher an das künftige Berufsleben, wofür Schülerinnen und Schüler in der Schule fit gemacht werden sollen. In der IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen blickt man aber darüber hinaus, denn für ein erfolgreiches Leben brauchen junge Menschen noch viele weitere Qualifikationen.

Die jetzt erfolgte Auszeichnung als „Verbraucherschule Silber“ würdigt das Engagement der Sprendlinger Schule für ihre aktiven Maßnahmen zur Verbraucherbildung. Verliehen wird der Preis, den es in Gold und Silber gibt, vom Bundesverband der Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände.

„Mit unseren vielfältigen Aktionen wollen wir in unseren Lernenden ein kritisches Bewusstsein für ihr Dasein als Verbraucher wecken und sie schon früh mit entsprechenden Beurteilungs- und Entscheidungskompetenzen ausstatten“, fasst die stellvertretende Direktorin Stefanie Kaul zusammen, die zusammen mit Christina Auerbach die Auszeichnung in Berlin in Empfang nahm.

Und Christina Auerbach ergänzt: „Gerade mit unseren Wahlpflichtfächern „Wirtschaft und Verwaltung“ sowie „ Ernährung und Gesundheit“ vermitteln wir wichtige Kenntnisse und beweisen, dass Verbraucherbildung an unserer Schule eine wichtige Rolle spielt“.

Beispiele für interessante Ideen und Themen, die in der IGS Gerhard Ertl zu diesem Themenbereich in letzter Zeit entwickelt wurden, gibt es genug:

Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 gründeten im vergangenen Jahr die Schülerfirma „ RoP– Reisen ohne Probleme“. Nicht nur die die Programmplanung, Finanzierung, sondern auch der Umweltschutz wurde dabei von den Schülern konsequent mit in ihr Projekt einbezogen und bedacht.

Mit der Umwelt befasst sich auch Bienen-AG der IGS Gerhard-Ertl, welche die große Bedeutung dieser kleinen Tiere für Natur, Umwelt und Menschen im Blick hat. Das langfristige Projekt wird betreut von den Lehrerinnen M. Münch, die dafür sogar den Imkerschein gemacht hat, und A. Schweigert.

Als weiteres Beispiel kann die „ WELTfairÄNDERER-Woche“ dienen, in der sich alle Schüler eine ganze Woche lang mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigten und verschiedene konkrete Aktionen und Maßnahmen zum Beispiel zur Müllvermeidung entwickelten.

Eine kleine Anmerkung zum Schluss: Das einleitend angeführte Zitat und oft genutzte Wort stammt vom römischen Philosophen Seneca und besagt im Original das genaue Gegenteil: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir“ (non vitae sed scholae discimus), womit Seneca Kritik an den damaligen Philosophenschulen äußerte.