Kinder und Jugendliche stark machen - 4. Präventionstag der IGS Gerhard Ertl

Zum vierten Mal wurde im Juni 2018 an der IGS Gerhard Ertl in Sprendlingen der so genannte „ Präventionstag“ durchgeführt, an dem mit Vorträgen, Workshops, Trainingsparcours und einer mit Experten besetzten Podiumsdiskussion aktuelle und relevante Themen zur Vorbeugung vor vielerlei Gefährdungen bearbeitet wurden. Fachlich dabei unterstützt wurden die Lehrer der Schule durch die Schulsozialarbeiter, die Polizei Bingen, den Kreuzbund und die Theatergruppe „RequiSIT“.

Ein großer Dank gilt dem Kreis Mainz-Bingen und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LzG) für die finanzielle Unterstützung, sowie der Caritas für die Vermittlung von Fördergeldern, mit deren Hilfe es Möglich war, diese Vielfalt an Angeboten bereitzustellen.

Auch in diesem Jahr standen bei den 5. Klassen auf spielerische Art und Weise die Förderung sozialer Kompetenzen und die Stärkung der Persönlichkeit im Vordergrund. Mit einem guten Selbstwertgefühl und verankert in einer Gruppe soll die Basis gelegt werden, kommende herausfordernde oder schwierige Situationen zu meistern.

Chancen und Risiken digitaler Medien waren das Thema der 6. und 7. Klassen, die sich der Probleme, welche mit dem Gebrauch sozialer Netzwerke verbunden sein können, bewusst werden sollten. Was kann ich bei Cyber-Mobbing tun und wer kann mir Hilfe geben, wenn ich in eine solche Situation komme? Ganz konkrete Fakten lieferte den Schülern dazu der Jugendsachbearbeiter der Polizei Bingen, Herr Jens Rosenbaum.

Einen so genannten „ Klarsichtparcours“ absolvierten die Schülerinnen und Schüler der 8. Jahrgangsstufe und konnten beispielsweise mit Rausch-Brillen den Einfluss von Alkohol simulieren. Koordinationsprobleme und Wahrnehmungsverzerrung wurden so ganz konkret erlebt und damit auch die Folgen, die sie zum Beispiel im Straßenverkehr haben können. Auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 erlebten auf sehr persönliche Art, wie Drogen und Rauschmittel einen Menschen aus der Bahn werfen können. Maximilian Pollux schilderte ihnen als Betroffener eindringlich sein Leben, seine Erfahrungen und wie er sich aus diesem Teufelskreis befreien konnte.

Auf eine etwas andere Art und Weise erlebten die Lernenden der 10. Klassen das Thema Suchtprävention. Innovative Wege beschreitet das Theater RequiSiT, um Suchtprävention an Schulen zu leisten. Mit improvisierten Szenen lockern sie ihr junges Publikum, um erst dann in kleinen Gesprächsgruppen und mit ihrem eigenen Erfahrungshintergrund das Thema Sucht zu beleuchten.

Wie im vergangenen Jahr diskutierten auch diese Mal wieder Schüler der Oberstufe das aktuelle Thema des politisch motivierten Extremismus. Leon Blömeke und Marie Laubenheimer (beide MSS 12) moderierten die Podiumsdiskussion, die mit Dr. Muhammad Mustaza, Mitarbeiter der Stiftung Weltethos, dem Dipl. Psychologen Simon Isemann von der Universität Trier, Herrn Dr. Eckhard Türk , Stabsstelle Sekten- und Weltanschauungsfragen der Diözese Mainz, und Herrn Roland Schäfer, Vorsitzender Rheinhessen gegen Rechts, hochkarätig besetzt war.