Kann ein 2200 Jahre altes Theaterstück noch heute begeistern?

Dieser Frage gingen 20 Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse MSS 12 und 13 mit ihrem Lehrer Herr Scheuba am Donnerstag, dem 17.10., nach. Sie besuchten die Aufführung der "Lateinischen Theatergruppe der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz", die die antike Tragikkomödie "Amphitruo" des Plautus inszenierte.

Dieser Frage gingen 20 Schülerinnen und Schüler der Lateinkurse MSS 12 und 13 mit ihrem Lehrer Herrn Scheuba am Donnerstag, dem 17.10., nach. Sie besuchten die Aufführung der "Lateinischen Theatergruppe der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz", die die antike Tragikkomödie "Amphitruo" des Plautus inszenierte.

Das Stück "Amphitruo" des bekannten lateinischen Komödiendichters Plautus behandelt den Mythos von der Geburt des Hercules als Verwechslungskomödie. Der Göttervater Iuppiter nimmt hier die Gestalt des Amphitruo und schwängert dessen Frau Alcumena, um auf dem Höhepunkt des Theaterstück dem betrogenen Ehemann selbst zu begegnen. Da sich die beiden Männer auf dem Weg zum Plot Alcumena gegenüber ganz unterschiedlich verhalten, glaubt diese bald, ihr Mann habe den Verstand verloren - ebenso wie Amphitruo meint, seine Frau sei nicht mehr bei Sinnen. Auch Amphitruos Sklave Sosia hat einen Doppelgänger in dem Gott Mercurius, der nicht nur versucht, ihn bei seinem Herrn unbeliebt zu machen, sondern auch dafür sorgt, dass Sosia an seiner Identität zweifelt.

Plautus lässt Mercurius dieses Stück im Prolog eine tragicomoedia nennen, und so bleibt einem, wenn man dem Menschen als Spielball der Gottheit zusieht, manches Mal beinahe das Lachen im Halse stecken - aber nur beinahe, denn bevor sich ein ernster Gedanke zu Ende denken lässt, ist man schon wieder mit dem nächsten Witz konfrontiert.

Die moderne Adaption des antiken Stücks sorgte immer wieder für Heiterkeit im Publikum - zum besseren Verständnis wurden die deutschen Übertitel in zeitgemäßer Sprache eingeblendet.

Sehr beeindruckt zeigten sich die Besucher von der Leistung des studentischen Ensembles , das das Stück komplett in lateinischer Sprache vortrug und dieses über drei Semester lang einstudiert hatte. Alle waren sich einig, dass sich der Ausflug nach Mainz gelohnt hatte. Besonderer Dank gilt dem Förderverein der IGS Gerhard Ertl, der den Besuch komplett finanziert hat!